Oscars 2018 – glückliche Gewinner, glänzende Roben und Donald Trump

Zum 90. Mal wurden am 4. März 2018 im Dolby Theater in Los Angeles die Academy Awards verliehen, der wichtigste Filmpreis der Welt. Wegen der stattfindenden Olympischen Spiele wurde dieser Termin erstmals in den März gelegt.

Hollywood feiert sich und seine Stars. Los Angeles ist im Ausnahmezustand und die Stars, VIPs und Celebrities stehen Kopf. Sehen und gesehen werden, das ist das Motto der Stunde.

Für Aufregung sorgten jedoch die niedrigen TV-Einschaltquoten. Laut Medienangaben sahen 26,5 Millionen Zuschauer das größte Awardspektakel der Welt, rund 20% weniger als 2017. Donald Trump nutzte diese Gelegenheit für einen passenden Tweet, wo er sich darüber lustig machte.

Oscar Moderator und Late-Night-Talker Jimmy Kimmel konterte darauf jedoch geschickt und verwies auf eine aktuelle Umfrage des „Gallup“- Institutes, dessen Sitz in Washington, DC, ist. Es zählt zu den weltweit führenden Marktforschungsinstituten. Das Institut recherchierte, dass Donald Trump die niedrigste aller Zustimmungsraten nach dem ersten Amtsjahr der letzten sieben Präsidenten hat.

Jimmy Kimmel

Hier jetzt die Oscargewinner im Überblick:

Als beste Hauptdarstellerin wurde Frances McDormand in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ geehrt und Gary Oldman für seine Rolle in „Die dunkelste Stunde“ als bester Hauptdarsteller.

Hauptgewinner der 90. Oscar-Verleihung ist „Shape Of Water“, das Fantasy-Märchen von Guillermo del Toro. Es gewann vier Auszeichnungen, darunter den Preis als bester Film und für die beste Regie.

Als beste Nebendarstellerin wurde Allison Janney in „I, Tonya“ und als bester Nebendarsteller Sam Rockwell in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ geehrt.

Das beste Originaldrehbuch stellte Jordan Peele mit „Get Out“, das beste adaptierte Drehbuch stellte James Ivory mit „Call Me By Your Name“.

Als Beste Musik wurde „Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers“ von Alexandre Desplat ausgezeichnet. Der Gewinnersong 2018 wurde produziert von Kristen Anderson-Lopez & Robert Lopez: „Remember Me“ aus „Coco“.

Der einzigartige fremdsprachige Film „Una mujer fantástica/Eine fantastische Frau“ aus Chile überzeugte die Jury. Genauso wie der Realkurzfilm „The Silent Child“ von Chris Overton & Rachel Shenton, der Dokumentarfilm „Ikarus“ von Bryan Fogel & Dan Cogan, der Kurzdokumentarfilm „Heaven Is A Traffic Jam On The 405“ von Frank Stiefel, der Animationsfilm „Coco“ von Lee Unkrich & Darla K. Anderson sowie der Animationskurzfilm „Dear Basketball“ von Glen Keane & Kobe Bryant.

Für die beste Kamera wurde Roger Deakin mit „Blade Runner 2049“ ausgezeichnet, für den besten Schnitt Lee Smith mit „Dunkirk“, bei dem auch der Tonschnitt von Alex Gibson & Richard King und die Tonmischung von Mark Weingarten, Gregg Landaker & Gary A. Rizzo überzeugte.

Das beste Produktionsdesign zeigte „Shape Of Water – Das Flüstern des Wassers“ von Paul D. Austerberry, Jeffrey A. Melvin & Shane Vieau.

„Blade Runner 2049“ stellte die besten visuellen Effekte von John Nelson, Paul Lambert, Richard R. Hoover und Gerd Nefzer.

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