Die Macht der Gewohnheit

Heidi Klum gewann im Alter von 19 Jahren in der Show von Thomas Gottschalk 1992 einen Model Contest. Dabei ist sie mit ihren 176 cm eigentlich zu klein und mit ihren weiblichen Kurven zu rundlich, um ein echtes Top-Model zu werden. Sie entsprach nicht den typischen Idealen und hat es trotzdem nach ganz oben geschafft. Warum? Was hat Heidi zu dem gemacht, was sie heute ist?

Das Aussehen ist in der Modebranche die erste Eintrittskarte, der Erfolg stellt sich trotzdem nicht automatisch ein. Nur durch Selbstdisziplin, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Kooperation verdient Heidi heute jährlich geschätzte 15 Millionen Dollar. Neben ihren  beispielhaften Tugenden muss sie auch darauf achten, als Geschäftsfrau und vierfache Mutter bei dem Stress gut auszusehen, auf ihre Ernährung zu achten und ihre Fitness beizubehalten.

Ein Topmanager wird im Vergleich vielleicht weniger verdienen, jedoch sollten Tugenden wie bei Heidi auch auf seine To-Do-Liste gehören. Allerdings ist ein Topmanager nicht gezwungen, immer gut auszusehen, auf seine Figur zu achten und immer freundlich zu sein. Wobei ich mich frage, ob er mehr verdienen würde, wenn er zusätzlich auf seine Work-Live-Balance achten würde.

Beide sind jedoch in der Lage, Selbstdisziplin aufzubringen – denn sie ist der Grundstein für den angestrebten Erfolg.

Kann ich Selbstdisziplin erlernen? Ja! Wenn Du für etwas Leidenschaft entwickelst und ein hohes Maß an Begeisterungsfähigkeit mitbringst. Sobald Du aber das Gefühl hast, Du wirst im Job mit Aufgaben überhäuft, die Dir keine Freude oder Erfüllung bringen oder den Raum für neue Ideen immer mehr einengen, kann sich der Erfolg nicht einstellen.

„Ausschlaggebend für den Erfolg ist das unbändige Verlangen. Es treibt dich an, wie verrückt zu arbeiten und nicht vorschnell oder leichtfertig aufzugeben,“ erklärte Heidi einmal in einem Interview. Damit Heidi heute mit ihren 43 Jahren immer noch erfolgreich als Model und Werbeikone arbeiten kann, hat sie schnell verstanden, sich als Marke positionieren zu müssen.

„Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sich einzugestehen, was man nicht weiß, und sich vertrauenswürdige Leute zu suchen, die es wissen“, erklärt das deutsche Model keck.

Natürlich können sich viele Menschen für etwas begeistern, wie zum Beispiel regelmäßig zum Sport zu gehen oder die Ernährung umzustellen. Jedoch scheitern die meisten an ihrer Selbstdisziplin. Damit Dir die Disziplin beim Sport erhalten bleibt, hier ein paar Tipps, wieso Sport elementar ist und als ein regelrechtes Anti-Aging Programm funktioniert:

  1. Unser Körper schüttet Endorphine aus und es stellt sich ein Glücksgefühl ein.
  2. Sport senkt Bluthochdruck, der Druck steigt im Blutkreislauf durch Bewegung, danach senkt er sich wieder. Die Gefäße sind jetzt geweitet und unser Herz hat weniger Mühe, das Blut durch die Gefäße zu pumpen. Der Bluthochdruck sinkt und kann bei regelmäßigem Sport Normalwerte erreichen und unser Herz-Kreislaufsystem stärken.
  3. Fettverbrennung! Wir verbrennen bereits Fett in den ersten Jogging-Minuten. Je länger wir laufen, desto mehr Kalorien werden natürlich verbrannt, zweimal die Woche 20-30 Min. reichen bereits aus.
  4. Trainierte Muskeln sind sexy, unser Körper fühlt sich toll an und die Haut wird gestrafft. Wenn wir zusätzlich zu unserem Laufprogramm unsere Muskeln trainieren, verbrennen wir noch mehr Fett – sogar im Schlaf. Denn ein Kilo Muskeln verbrennt ca. 25 Kalorien mehr pro Tag. Der Nachbrenneffekt nach einem Muskeltraining sollte genutzt werden, indem nur Wasser oder ungesüßter Tee getrunken und erst ein bis zwei Stunden später gegessen wird.
  5. Der Blutzuckerspiegel normalisiert sich, wenn wir uns bewegen, denn die überschüssige Nahrung wird verbrannt und der Glukose-Transport in den Zellen verbessert sich.
  6. Ein starker Rücken ist wichtig, weil wir viel sitzen und unser Körper Stillstand weniger gut verträgt. Es ist wichtig, unseren Rücken in Anspannung und Entspannung zu bringen, indem wir Übungen machen, bei denen die tiefliegende Muskulatur trainiert wird. Alles, was einen wackeligen Grund hat, beispielsweise ein Gymnastikball anstatt eines Bürostuhls, Trampolin springen, ein Balance-Kissen oder Aquagymnastik, sind zu empfehlen.

Fazit: Damit Du Deine weniger guten Angewohnheiten loswirst bzw. Dich auf Erfolg trimmst, bedarf es nur weniger Wochen oder Monate, um neue positive Gewohnheiten zu erlangen.

Merke: Die Gewohnheit ist zwar unser größter Freund, aber eben auch unser größter Feind.

Also, entstaube Deine Turnschuhe und leg los!

Magdalena Stramput

IQ BODY – FITNESS & HEALTH FOR YOU