Donald Trump – Vom Bengel zum Immobilien-Mogul und neuen amerikanischen Präsidenten

Als Donald Trump 2016 als Kandidat der Republikaner für die US-Wahl zum Präsidenten antrat, hat keiner damit gerechnet, dass er tatsächlich gewinnen würde. Wahrscheinlich nicht einmal er selbst! Die Sprachneurowissenschaftlerin Astrid Arens hat jedoch bereits in einem spannenden Interview eindrucksvoll beschrieben, wie genau Trump bewusst mit Hilfe von Metaphern und Redewendungen das einfache Volk erreicht hat – um am Ende doch sein Ziel zu erreichen. Nichts ungewöhnliches für Trump, denn der Erfolg wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Trump ist gebürtiger New Yorker mit deutschen Wurzeln. Seine Großeltern Friedrich Trump und Elisabeth Christ stammten aus Kallstadt in der Pfalz. Sein Opa war sogar Vetter zweiten Grades des Ketchup-Unternehmers Henry John Heinz, dessen Großmutter eine geborene Trump war.

Ein Bengel geht seinen eigenen Weg

In der Schule fiel Donald Trump eher negativ auf, weshalb er sogar 1959, nach Klagen der Lehrer und einem enttäuschten Vater, auf die New York Military Academy wechselte – ein Privat-Internat mit vormilitärischer Ausbildung. Er machte seinen High School Abschluss und studierte danach an der Fordham University in New York Wirtschaftswissenschaften. Schon damals stand fest, dass Donald Trump einmal in die Fußstapfen seines Vaters schlüpfen soll, der ein erfolgreicher Immobilien-Unternehmer war und mit dem Bau von Mietskasernen in New York Multimillionär wurde. An der Wharton School in Philadelphia studierte er deshalb nachfolgend auch nochmal Immobilienwirtschaft und bekam nebenbei von seinem Vater ein Budget von zwei Millionen Dollar, um als Bauentwickler zu arbeiten. Der Grundstein einer ganz großen Karriere! 1974 übernahm er die komplette Firma seines Vaters und konzentrierte sich vornehmlich auf Manhattan. Der Grund: Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage bot die Stadt Trump große Steuernachlässe an. Große Projekte wurden so stets durch Steuervorteile co-finanziert.

Aus Erfolg wurde noch größerer Erfolg

Mittlerweile macht Trump aber nicht nur in Immobilien, sondern auch in anderen Bereichen wie Hotellerie, Casinos, Bekleidung, Parfüm und Gesellschaftsspielen ein gutes Geschäft. Seit 1999 hat er sogar eine eigene Model-Agentur und betreibt nebenbei 18 Golfplätze rund um den Globus. Sein wohl berühmtestes Gebäude ist der Trump-Tower im Big Apple, in dem er auch mit seiner dritten Frau Melania und Sohn Barron lebt. Auch wenn er als frauenverachtender Macho gilt, in Sachen Liebe scheint Trump nie Probleme gehabt zu haben. 1977 heiratete er das tschechische Model Ivana. Mit ihr hat er die Söhne Donald Jr. und Eric sowie Tochter Ivanka. 1990 ließ sich das Paar scheiden. Es folgte eine kurze Ehe mit der amerikanischen Schauspielerin Marla Maples (1993-1999), mit der er Tochter Tiffany hat. Seit 2005 ist er jetzt mit Melania glücklich. Mit seinen 70 Jahren nicht ungewöhnlich, ist Trump bereits achtfacher Großvater. Und trotzdem noch lange nicht müde, in Amerika etwas zu bewegen.

Machtfaktor Politik

Seit der Wahl Ende November 2016 hat sich Trump einen Berater-Stamm  aus erfolgreichen Wirtschaftsbossen zusammengestellt. Zum ersten Mal in der Geschichte Amerikas wird kein typischer Politiker ein Land anführen. Ein Land, das sich offenbar nach Veränderungen gesehnt und seine Wahl getroffen hat. Denn eins ist Fakt:  Trump hat die Menschen in Amerika mit Hilfe seiner einfachen Sprache, wie Neurokommunikationswissenschaftlerin Astrid Arens bereits eindrucksvoll erklärte, erreicht und wird seinen ganz eigenen Weg gehen. Seine Wahlsprüche „Make America great again“ und „America first“ fanden Gehör.

Letztendlich stellt sich nur die Frage, ob und vor allem wie er was durchsetzen wird – oder ob doch nur alles heiße Luft im hitzigen Wahlkampf war.